Das Schüleraustauschprogramm »Vernetzte Welten«

Vernetzte Welten ist ein innovatives Austauschprogramm, das sich am Format des Jugend-Hackathons orientiert. Dieses Format wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits ausführlich vom Programm Jugend hackt getestet und durchgeführt. Für Vernetzte Welten wird das Format an die Gegebenheiten eines internationalen Schüleraustauschs angepasst und weiterentwickelt.

Zu den Zielen von Jugend hackt zählen die Förderung von Technikbegeisterung, die Vernetzung von Gleichgesinnten und, besonders entscheidend, die Sensibilisierung der Zielgruppe für die gesellschaftlichen Gestaltungspotentiale ihrer Fähigkeiten. Im Zentrum stehen dabei immer die Ideen und Umsetzungen der Jugendlichen, um damit sogenannte Selbstwirksamkeitserlebnisse hervorzurufen.

Da es sich bei Vernetzte Welten um einen internationalen Schüleraustausch handelt, kommen weitere Ziele/Schwerpunkte hinzu. Zum einen wird ein größerer Fokus auf den kulturellen und sozialen Austausch gelegt. Ziel ist es, die Jugendlichen auch über das Event hinaus miteinander zu vernetzen und ein Verständnis der jeweils anderen Kultur zu entwickeln. Zum anderen liegt ein Fokus auf dem Gebrauch von Sprache. Gewünscht und gefördert werden soll die deutsche Sprache. Ziel ist es, durch die handlungsorientierte, gemeinsame Auseinandersetzung mit Technik und Programmierung Sprachbarrieren abzubauen und Austausch anzuregen.

 

Die Partner

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland und pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit.

Jugend hackt ist ein Programm zur Förderung des Programmiernachwuchses im deutschsprachigen Raum: Unter dem Motto “Mit Code die Welt verbessern” tüfteln die Teilnehmer*innen gemeinsam mit der Hilfe ehrenamtlicher Mentor*innen an Prototypen, digitalen Werkzeugen und Konzepten für ihre Vision einer besseren Gesellschaft. Jugend hackt ist ein Programm des Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und mediale pfade.org e.V.

Austausch und Ergebnisse


CoolTourHat

Die Idee des »CoolTourHat« wurde von Nina, Karl, David, Jan Ole und Jeong U bei dem Workshop in Seoul als erster Prototyp verwirklicht. Nach »Vernetzte Welten« in Seoul hatte das deutsche Team dann die Möglichkeit, den »CoolTourHat« weiterzuentwickeln. Statt einem großen Raspberry Pi haben sie einen kleinen Arduino verbaut, damit der Prototyp kleiner und leichter wird. Da dieser bisher nur mit dem Smartphone kommunizieren konnte, hat das Team zusätzlich einen Chip gesucht, mit dem die Hut-zu-Hut-Kommunikation mit Bluetooth LE möglich wurde. Klingt sehr technisch? Ist es auch! Damit Technikbegeisterte aus aller Welt den CoolTourHat nachbauen können, hat die Gruppe eine Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlicht.

CoolTourHat  GitHub  HackDash


Culture Map x Eureka

»Culture Map x Eureka« besteht aus zwei Prototypen, die in Taiwan und Japan entstanden sind. Mit Culture Map von Martin, Liam, Moritz, Juehyn, Jiwan, Mijiddorj und Kitty kann man einfach sein Land und seine Erfahrungen dort präsentieren. Man kann seine Lieblingsorte beschreiben, Bilder von schönen Erinnerungen hochladen. Eureka von Lukas, Johanna, Ben und Mia ergänzt das Ganze um eine Anleitung, wie man 360°-Bilder einbindet. Diese können sich Menschen aus anderen Ländern dann anschauen und fühlen sich fast wie vor Ort.

Culture Map x Eureka  GitHub


SMILE

»SMILE« - das steht für "Send Messages In Languages of Emojis", denn Emojis sind eine (fast) universelle Sprache! Im asiatischen Raum haben Emojis nämlich manchmal eine andere Bedeutung als in Deutschland. Deshalb haben Robin, Misaki und Harukaze ein Programm gebaut, in dem man den Emojis Bedeutungen zuweisen kann und sie so mit anderen teilen kann.

SMILE Chat  GitHub

Bisherige Programme


Indien

2019

“Vernetzte Welten – Food hacking” ist ein Schüleraustauschprogramm, dass das Goethe-Instituts zusammen mit Jugend hackt veranstaltet. Bei Vernetzte Welten handelt es sich um ein innovatives Format, das auf dem Konzept der Jugend-Hackathons basiert. Der Fokus liegt darauf, Jugendliche aus Deutschland und Indien zusammenzubringen, und Ihnen eine Plattform zu geben, Ideen zu generieren und Prototypen zu entwickeln zum Thema Die Zukunft des Essens. In Indien (Neu Dehli, Kalkutta) und Sri Lanka (Colombo) wird im April 2019, getüftelt, gekocht und an der Zukunft des Essens gebastelt.


Hongkong, Taiwan und Japan

2017

Nach einem erfolgreichen Pilotworkshop in Seoul im November 2016 brachen 2017 gleich drei Reisegruppen aus Deutschland auf, um Hacker*innenkultur nach Asien zu bringen und mit ganz vielen neuen Eindrücken und Freundschaften im Gepäck wieder zurück zu kommen. Dank der Kooperation mit dem Goethe-Institut Ostasien und der Förderung durch das Auswärtige Amt trafen die Jugend hackt-Teilnehmer*innen in den drei asiatischen Metropolen auf Jugendliche aus sechs asiatischen Ländern (China, Hongkong, Mongolei, Süd-Korea, Japan und Taiwan) und tüftelten drei Tage lang an ihren Ideen für den Schüler*innenaustausch der Zukunft.

Projekte 2017  flickr  youtube


Süd-Korea

2016

2016 fand der erste »Vernetzte Welten«-Workshop in Seoul mit 21 Jugendlichen aus Deutschland und Korea statt. Flugtickets von Korea nach Deutschland sind teuer. Nicht jeder deutsche Schüler kann Korea besuchen und nicht für jeden koreanischen Schüler ist ein Schüleraustausch mit deutschen Schülern möglich. Wie könnte man dieses Problem vielleicht digital lösen? Von der Ideenfindung über die Umsetzung bis hin zur Programmierung haben die Jugendlichen in Teamarbeit alles selbst gemacht. Die Prototypen haben sie im Goethe-Institut Seoul vor Publikum präsentiert.

Projekte 2016  flickr  youtube